Ein Blog über die Themen LowCarb, Ernährung und Psyche.

Samstag, 29. Juni 2013

Sportliches...

Seit 3 Tagen sitze ich vor diesem Post, in dem ich versuchen möchte zu erklären, warum ich dieses Thema in den Blog aufgenommen habe.

Gründe dafür gibt es zu genüge. Sport ist gesund, Sport unterstützt die Körperfettsenkung, Sport macht gute Laune, Sport regt den Stoffwechsel an.... Die Liste könnte ich wohl ewig so weiter führen :-)

Viele von Euch würden diesen Post vielleicht lesen und sich denken: "Ja, ja, das weiß man ja schon alles..." Oder: "Die hat gut schreiben, ich habe für Sport keine Zeit...!" Oder sowas wie: "Ich möchte einfach nur abnehmen, keine Sportskanone werden..."

Ich kann es verstehen. Genau so habe ich auch gedacht! Sport - schon das Wort hat mich abgeturnt. Und erst die Vorstellung daran - WÜRG! Und das Abnehmen hat ja schließlich auch ohne geklappt. Daraus habe ich das Fazit gezogen: Sport wird total überbewertet.

Wenn da nicht...

Ja, wenn da nicht der schreckliche Spiegel gewesen wäre. Die Waage hat gemeldet: "Alles SUPER!" - Idealgewicht. Der BMI hat gesagt: "Toll, Dein Körper ist ideal!" Auch das Maßband gab mir die Meldung: "Hey, ich bin vollauf zufrieden mit Dir!"

Nur der Spiegel - der hatte natürlich mal wieder was zu meckern. "Schau doch mal genau hin! Winkearme, Brust etwas schlaff, Bauch alles andere als straff, Dein Po und die Oberschenkel sind auch alles andere als toll."

Daran sollte sich etwas ändern. Nein, es MUSSTE sich was ändern. Also Ars.. aus dem Sessel und losgelegt. Ich bin gejoggt, mit dem Fahrrad gefahren und habe mich auf dem Trampolin abgeplagt. Und was meinte der Spiegel dazu? "Mensch Alte, das bringt gar nix. Du bist ständig verschwitzt, hast nen knallroten Kopf, aber ne positive Veränderung - PAH, ich seh nix!"

War wohl nicht der richtige Weg! Bringt nix - also Ars... wieder in den Sessel. "Muss mich wohl damit abfinden!"

Und dann war da der Schweinehund. Er hat mir in diesem Fall total recht gegeben. "Ja, finde Dich damit ab. Du hast ja (wider erwarten) so toll abgenommen. Wen stört da schon Gewebe, das nicht so ganz straff ist. Hast ja eh Klamotten drüber an. Sieht also keiner. Zudem hast Du zwei Schwangerschaften (beide Jungs hatten bei der Geburt knapp 4 kg) hinter Dir und bist nicht mehr die Jüngste. Sei einfach glücklich mit dem erreichten!"

Oh, ich hörte das gerne :-) Ich glaubte ihm sogar!

Aber dann war da halt noch der furchtbar meckerige Spiegel....

Ich begann mich theoretisch mit dem Thema Sport auseinander zu setzen. Um ehrlich zu sein: Ich wollte mir die Bestätigung holen, dass Sport eh nichts bringt. Aber alle Informationen die ich gelesen habe, sprachen das Gleiche. "Muskelaufbau"

Muskelaufbau? "Hey, ich möchte wahrlich nicht so ne Bodybuilder-Tante werden. So ohne Brust und mit breitem Kreuz. Ein Mannsweib. Ne, das geht gar nicht!"

Und ich schaute mir Fotos an. Fotos von wunderschönen Frauenkörpern, geformt durch Krafttraining, weit weg von Muskelbergen, immer noch schön fraulich...

Und was hatten die Mädels alle gemeinsam? Alle betrieben Muskeltraining!

Da überlegte ich mir, dass es auf einen Versuch ankommt. Also, wieder Ars... aus dem Sessel und ran an die Gewichte. Der Schweinehund jammerte und jaulte. Aber nach einigen Wochen - der Spiegel meldete positives. Genau der gleiche Spiegel, der ansonsten immer kritisiert hat.

Na ja, so kam es, dass ich dieses Training in meinen Alltag übernommen habe.

Ich möchte Euch empfehlen, folgende Internetseite zu diesem Thema zu lesen. Lest und bildet Euch einfach selbst eine Meinung dazu...

http://fitness-experts.de/frauen-ressourcen

http://www.fitnessmagnet.com/Artikel/tabid/217/Fitness/View/Fitnessartikel/402/Was-bedeutet-Skinny-Fat.aspx#.Uc6dUfmppLd

Muskeltraining betreibe ich jetzt schon einige Monate. Ich sehe noch immer nicht aus wie ein Bodybuilder. Also sind diese Ängste schon mal unbegründet. Mein Körper ist einfach definierter. Die Winkearme sind verschwunden, die Brust wirkt praller, der Po hat endlich einen schönen Übergang zum Oberschenkel. Meine Schwangerschaftsstreifen sind mir geblieben und mein Unterbauch ist noch nicht so straff, wie ich ihn gerne hätte. Aber ich bleibe dran!!!

So sah das ganze nach ungefähr 10 Wochen Muskeltraining aus.


Mittlerweile sind wieder einige Wochen vergangen. Ich habe aber noch kein aktuelles Foto...

Kommentare:

  1. Hach ja, ich klicke mich grad durch die links. Findet meine volle Zustimmung.
    Erstmal: Respekt für Deinen Abnehm/Shapeerfolg!
    Was ich noch unbedingt zum Thema Sport und Belastungstraining loswerden wollte, ist, daß es ja nicht nur "oberflächliche" optische Vorteile, sondern eine gute Schutzfunktion hat:
    -gegen Osteoporose (viele Frauen meiner Mutter/Großmuttergeneration hatten das, z. T. eben auch wg Mangelernährung, aber nicht nur)- der Knochen muss zum Wiederaufbau stimuliert werden;
    -gegen Insulinresistenz (in der Familie meines Mannes sehr verbreitet, Beratung eines interessierten Endokrinologen, gelegentliches Belastungstraining - das ist doch viel besser als die Aussicht auf Medikamentenabhängigkeit)
    - Blutdruck: ob zu hoch oder zu niedrig, die Anpassungsfähigkeit des Körpers wird gefördert, und damit das individuelle Wohlbefinden
    - die ganz klassischen Spannungkopfschmerzen. Selbst in sehr arbeitsintensiven Phasen habe ich auch nach langen Sitzungen vor dem PC keine Kopf- oder Rückenschmerzen.

    Ich meine, allein das ist es doch wert ;-)
    Wer sich überlegt, was er sonst einwerfen muss (belastet Körper & Geldbeutel), um halbwegs funktional zu sein, nimmt eine gelegentliche Anstrengung dann vielleicht eher in Kauf.
    Schönes WE, Katja

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    1. Ja, die Vorteile gehen selbstverständlich WEIT über das optische hinaus. Gesundheitlich, Psychisch...

      Dazu möchte ich anmerken:

      "Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird sich zwangsläufig Zeit für seine Krankheit nehmen müssen!"

      LG und eine schöne Woche Tanja

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  2. Hallo Tanja

    Als erstes möchte ich Dir herzlich für diesen tollen Blog danken, ich bin sehr regelmässig hier und kann immer wieder profitieren.

    Ich habe noch eine Frage zu Deinem Krafttraining:
    Machst Du die Übungen nach einem speziellen Plan oder hast Du sie Dir selber zusammengestellt? Wenn zweites, woher weiss man, auf was geachtet werden muss?

    Vielen Dank und liebe Grüsse
    Carmen

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    1. Hallo Carmen,

      danke für das Kompliment zum Blog. :-)

      Ich mache die Übungen nach einem selbst zusammen gestellten Plan. Morgens mache ich u. a. den Swing mit dem Kettlebell. Direkt nach dem Aufstehen. Macht so richtig munter und der Kreislauf kommt in Schwung. So habe ich auch gleich Squats gemacht... Und gegen Abend kommt das Krafttraining mit der Kurzhantel, Langhantel und eigenem Körpergewicht. Da trainiere ich Bauch, Arme, Brust...

      Achten muss man auf alle Fälle auf eine korrekte Ausführung der Übungen. Die Körperhaltung spielt eine entscheidende Rolle. Die Gelenke und der Rücken dürfen nicht überlastet werden. Ich habe das Glück, dass wir zu zweit trainieren und uns so immer gegenseitig kontrollieren können.

      LG Tanja

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