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Dienstag, 21. Mai 2013

Unser Körper -Leptin-


Heute geht es um ein Hormon, welches aus dem Fettgewebe stammt. Es ist zuständig dafür, dass unser Gehirn ein Sättigungssignal erhält. Auch an der Steuerung vom Hungergefühl ist es beteiligt. Leptin ist eines der bedeutensten Hormone im Bezug auf unser Sättigungsgefühl.



Leptin ist ein zytokinähnliches proteinbasiertes Hormon aus Aminosäuren. Gebildet wird es hauptsächlich von unseren Fettzellen. Es zählt zu den appetithemmenden Substanzen. Leptin hat eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Fettstoffwechsels. Desweiteren auch bei der Langzeit-Regulierung von Hunger und Sättigung. Es stellt dem Hunger- und Sättigungszentrum Informationen über die vorhandenen Fettdepots (Energiereserven) im Körper zur Verfügung. Leptin sendet an das Gehirn die Botschaft, das Essen einzustellen und Energie aus unseren Speichern zu nutzen.

Da unser Körperfett der Hauptproduzent von Leptin ist, hängt die Höhe des Aufkommens auch zum Großteil von vorhandenen Fettdepots ab. Je weniger Fettdepots wir haben, je weniger Leptin befindet sich in unserem Blut. Je weniger Leptin in unserem Blut zirkuliert, desto mehr Appetit verspüren wir. Das Gleiche gilt natürlich auch umgekehrt. Mehr Fettdepots - mehr Leptin. Mehr Leptin - weniger Appetit. Durch Reduzierung oder Erhöhung des Körperfettanteils wird also das Leptinaufkommen beeinflusst.

Ein Defizit des Hormones führt zur Abnahme des Energieverbrauchs. Folglich fährt unser Körper in den Energiesparmodus. Durch Reduzierung oder Erhöhung der Kalorienzufuhr, wird das Leptinvorkommen beeinflußt. Eine Reduzierung der gegessenen Kalorien unter den Bedarf, bewirkt ein schnelles Absinken des Leptinspiegels. So wird dem Gehirn eine Hungersnot signalisiert woraufhin unser Körper die Stoffwechselrate senkt. Die Folge ist, dass unser Körper einer Fettspeicherung (vor allem im Bauchbereich) zuträglich ist. Desweiteren kommt es zu einem verstärkten Hungergefühl.

Wenn man an einer Leptinresistenz leidet, ist die Wirkung des Sättigungssignals gestört. Dadurch kann sich Adipositas verschlimmern, da der Leptinspiegel im Blut dauerhaft erhöht ist. Die Leptinrezeptoren nehmen nur noch wenig Leptin an, sie sind desensibilisiert - Leptinresistenz. So verspürt man starken Appetit, obwohl genügend Fettspeicher zur Energiegewinnung zur Verfügung stehen würden.

Durch ausreichend Sport, wird die Leptinresistenz gebessert und der Körper erlangt die Fähigkeit wieder, aus Körperfett Energie zu gewinnen. Dies ist bedingt durch Stoffwechselverändungen, welche den Weg für die Leptin-Signale wieder frei machen. Auch ist bei sportlich aktiven Menschen weniger Leptin nötig, um dem Gehirn Sättigung zu signalisieren.

In Studien konnte beobachtet werden, dass durch Verringerung des Körpergewichts die Sensibilität der Leptinrezeptoren wieder hergestellt werden kann.


Zur Gewichtsabnahme (Körperfettabbau) wäre es von Vorteil, hohes Leptinvorkommen (und keine Leptinresistenz) trotz reduzierter Kalorienzufuhr zu haben.

Bereits nach ca. 7 Tagen Kalorienreduzierung sinkt der Leptinspiegel. Wird die Kalorienzufuhr wieder erhöht, steigt das Leptinvorkommen jedoch schon nach 12 - 24 Stunden wieder an. Deshalb ist es sinnvoll, einen diätfreien Tag pro Woche einzuplanen. An diesem Tag dürfen mehr Kalorien gegessen werden. Da Leptin und Insulin in enger Verbindung zueinander stehen, ist es ratsam an diesem Tag größere Mengen an Kohlenhydraten zu essen. Die vermehrte Zufuhr von Kohlenhydraten an einem Tag pro Woche, steigert also den Leptinspiegel. So wird erneut Fett verbrannt und einer Stagnation des Fettabbaus entgegengewirkt.

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