Ein Blog über die Themen LowCarb, Ernährung und Psyche.

Montag, 25. März 2013

Die ersten Wochen...


Nun hatte sie also begonnen. Meine Dukanzeit. Die nächsten Tage verbrachte ich damit herauszufinden was ich essen darf, was ich berücksichtigen sollte, wie oft Essen sinnvoll ist, was ich essen muss...



Daraus bastelte ich mir meine Lebensmittelliste. Auf der stand alles, was für mich leicht zu besorgen ist und was mir schmeckt. Und die war ziemlich kurz. Deprimierend kurz sogar. Aber na ja, irgendwie würde ich es schon hinbekommen.

Beim täglichen Kochen gab es jetzt zwei verschiedene Essen. Das für meine Familie und das für mich. Was ich meiner Familie kochte, schmeckte ich nicht ab. Nur kein unnötiges Kohlenhydrat über meine Lippen! Ob mir es etwas ausmachte die leckeren Sachen für die Familie zu kochen? Eigentlich nicht. Ich war immer so satt, dass ich noch nicht mal das abschmecken vermisst habe. Ja, mein Essen schmeckte oftmals nicht sonderlich gut (musste die neuen Möglichkeiten erst kennen lernen) - aber es machte satt. Und es hatte auch Vorteile. Ich fühlte mich auf einmal fitter, war leistungsfähiger und das für mich Tollste war, ich hatte kein Mittagstief mehr. Ich fühlte mich nach dem Essen nicht mehr schlapp und müde, nein, genau das Gegenteil war der Fall. Auf einmal hatte ich nach dem Essen Energie. Sogar wenn ich übermäßig viel in mich hineingeschaufelt habe (PMS und so). Keine Schlappheit mehr. Das war schon ein wahnsinnig tolles Gefühl.

Meine Zutatenliste der Anfangszeit beinhaltete: Putenfleisch, Hähnchenfleisch, Rindfleisch - alles ohne Haut und mager. Räucherlachs, Seelachsfilet, Garnelen. Eier, Frischkäse 0,2% Fett, Magerquark, Buttermilch, H-Milch 0,3% Fett, scharfer Senf, Essig, Olivenöl, Eiweisspulver, Haferkleie (tägl. Phase1: 1 1/2 Esslöffel, Phase2: 2 Esslöffel). Natürlich auch Kräuter und Gewürze. Aber das war es dann auch schon.

Aus diesen Produkten kochte ich die ersten 10 Tage ausschließlich. Davon durfte ich auch essen soviel ich wollte. Nach 10 Tagen (meiner Phase1) startete die Phase2. Da war auch Gemüse erlaubt. Ein Tag Protein und Gemüse (PG), ein Tag Protein pur (PP). Man kann auch z. B. einen 5/5 Rhythmus machen, also 5 Tage PP und danach 5 Tage PG und immer so weiter. Ende des Monats müssen es gleich viel PP- wie PG-Tage sein. Ab da wurde es leichter. Von den Eiweisslieferanten durfte ich noch immer so viel essen wie ich wollte und dazu in etwas kleineren Mengen Gemüse. Die Gerichte wurden abwechslungsreicher und insgesamt wurde alles schmackhafter. Ich wurde auch experimentierfreudiger. Es gab paniertes Putenschnitzel (mit Haferkleie paniert) und Kohlrabi-Pommes. Oder ungarisches Sauerkraut mit Putenwürfeln. Rührei in jeder Form, Pfannkuchen aus Haferkleie, Hackfleischfrikadellen mit Tsatsiki, Proteinbrötchen, Kleiebrot, Eiersalat, Rindfleischsalat und so weiter. Ich stellte fest, dass man mit Haferkleie und Eiweisspulver leckere Dinge backen kann. Ab da gab es dann auch wieder Kuchen, Kekse und so weiter. Ich war oftmals so satt, dass ich mir sicher war, wieder zugenommen zu haben. Schlemmen und Abnehmen - das kann ja gar nicht gehen!

Dann kam auch noch das Thema "Trinken" auf mich zu. Vor Dukan habe ich mit Glück mal nen halben Liter pro Tag geschafft. Jetzt mussten es mindestens 2 Liter pro Tag sein. Ich meine, 2 Liter Wasser. Ich füllte 0,5 Liter Flaschen und hatte immer eine bei mir. Nach 2-3 Wochen war es geschafft. Ich trank die Menge problemlos und ich hatte sogar wieder, das im Laufe meines Lebens verlernte Gefühl, DURST.

Das Thema Sport spielte auf einmal auch eine Rolle. Und das war wirklich keine schöne Rolle. Ich muss gestehen, ich machte keinen Sport. Haushalt - ja, einkaufen gehen - ja, manchmal mit dem Hund ne Minirunde drehen - ja, aber sonst - NEIN DANKE! Das sorgte bei mir täglich für Gewissensbisse. Aber ich konnte mich einfach nicht aufraffen.

Und was machte das Gewicht? Erinnert Ihr Euch? Ich habe am 17. September gestartet mit über 100 kg Kampfgewicht. Am 01. Dezember waren es schon einige Kilos weniger. Yuhu! Die Waage zeigte an dem Tag 81,4 kg an. In nur 2 1/2 Monaten ca. 20 kg weniger auf der Waage. Ob mich das motivierte? Oh ja, und wie!!!!!!

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